Carls Stiftung fördert psychologische Beratung für Angehörige von Krebsbetroffenen am Agaplesion Markus Krankenhaus

03. September 2026

Fünfjähriges Modellprojekt schließt wichtige Versorgungslücke

Frankfurt am Main, den 03. September 2026 – Die Diagnose Krebs ist nicht nur für Betroffene ein Schock. Sie hat tiefgreifende Auswirkungen auf das gesamte persönliche Umfeld, insbesondere auf Familie und enge Bezugspersonen. Ihnen eine psychoonkologische Betreuung und Beratung anzubieten, ist das Ziel eines neuen, deutschlandweit einzigartigen Projekts am Agaplesion Markus Krankenhaus. Ermöglicht wird es durch eine Spende von 500.000 Euro der gemeinnützigen Carls Stiftung aus Königstein im Taunus.

„Der Bedarf an psychoonkologischer Unterstützung für Angehörige von Krebspatientinnen und -patienten ist groß, wird bislang jedoch nicht von den Krankenkassen finanziert. Dabei erleben Familienmitglieder häufig ähnliche Sorgen und Ängste und stoßen nicht selten an ihre Belastungsgrenzen. Dank der Förderung der Carls Stiftung können wir hier eine wichtige Versorgungslücke schließen und Angehörigen die professionelle Hilfe anbieten, die sie in dieser schwierigen Lebenssituation benötigen. Davon profitieren nicht nur die Familien selbst, sondern auch die betroffenen Patientinnen und Patienten“, sagt Prof. Dr. med. Axel Dignaß, Chefarzt der Medizinischen Klinik I.

Die Psychoonkologie am Agaplesion Markus Krankenhaus ist bereits seit über 20 Jahren fester Bestandteil des ergänzenden Therapieangebots für Krebspatientinnen und 
-patienten. Dank der Spende der Carls Stiftung konnte nun das Leistungsspektrum um die Begleitung von Angehörigen von Krebsbetroffenen erweitert werden. 

Die Carls Stiftung fördert bereits seit mehreren Jahren Projekte aus dem Bereich der Psychoonkologie, um Patientinnen und Patienten und deren Familien zu unterstützen. Ergänzend zur praktischen Arbeit in den Kliniken richtete sie im Jahr 2020 an der Evangelischen Hochschule Darmstadt (EHD) eine Stiftungsprofessur ein. Diese vermittelt das für die Krebstherapie wichtige Beratungswissen direkt an die Studierenden aus dem Bereich Pflege und Gesundheit. Durch diese Initiative wurde das Thema Psychoonkologie erstmals Bestandteil im Studienlehrplan. Darüber hinaus wird die Akademisierung in diesen Berufsfeldern vorangetrieben und die Absolventen werden optimal auf die Herausforderungen im komplexen Gesundheitssystem vorbereitet.

„Durch unsere langjährige Förderung zahlreicher Projekte im Gesundheitswesen haben wir immer wieder erlebt, wie wichtig es ist, nicht nur die Patientinnen und Patienten selbst in den Blick zu nehmen, sondern auch die Menschen, die ihnen nahestehen, in den Betreuungs- und Beratungsprozess einzubeziehen. Aus dieser Erfahrung heraus begleiten wir dieses neue Projekt am Markus Krankenhaus mit großer Überzeugung und Freude“, erklärt Ulrike Soeffing geb. Carls, Vorstandsvorsitzende der Carls Stiftung.

„Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt die personellen Ressourcen haben, um sehr viel umfassender als bisher auch der Partnerin oder dem Partner, den Eltern, den Kindern und anderen wichtigen Bezugspersonen in dieser mental belastenden Situation zur Seite zu stehen. In Gesprächen mit uns können sie ihre Gefühle und Gedanken offen ansprechen. Ein häufiges Thema für Angehörige ist die Frage, wie sie gut helfen und gleichzeitig auch gut für sich selbst sorgen können“, sagt Claudia Gutmann, Leitung der Psychoonkologie. 

Das Angebot findet im Rahmen eines Projektes mit fünfjähriger Laufzeit statt und schließt eine Versorgungslücke, da die Kostenträger die psychologische Mitbetreuung von Angehörigen bislang nicht finanzieren. Mit dem Projekt soll nicht nur unmittelbar eine bessere Versorgung der betroffenen Familien erreicht werden. Die dabei gesammelten Erfahrungen sollen zugleich dazu beitragen, die Bedeutung einer professionellen psychoonkologischen Angehörigenbetreuung sichtbar zu machen und Perspektiven für eine langfristige Finanzierung zu entwickeln.

Das Agaplesion Markus Krankenhauses hat einen breiten onkologischen Schwerpunkt. Unter dem Dach des Agaplesion Onkologischen Zentrums Frankfurt vereint es zertifizierte Organkrebszentren für Brustkrebs, gynäkologische Tumorerkrankungen, Lungenkrebs, viszeralonkologische sowie uroonkologische Erkrankungen. Um ein optimales Behandlungsergebnis zu erreichen, wird im Rahmen der onkologischen Therapie neben der evidenzbasierten Medizin auf höchstem wissenschaftlichem Niveau auch großer Wert auf ergänzende Angebote wie Psychoonkologie, Ernährungsberatung oder Bewegungstherapie gelegt.

 

Weitere Informationen über das AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS finden Sie im Internet unter: www.markus-krankenhaus.de

Weitere Informationen über die CARLS STIFTUNG finden Sie im Internet unter: www.carlsstiftung.de

Das AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS bildet gemeinsam mit dem AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS die AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN gemeinnützige GmbH. Die beiden Kliniken verfügen über insgesamt 872 Betten und 70 teilstationäre Plätze. Im Jahr 2025 wurden dort mehr als 31.200 Patient:innen stationär, über 11.900 Patient:innen vor-, teil- oder nachstationär behandelt, rund 11.100 ambulante Notfälle versorgt sowie circa 3.100 ambulante Operationen vorgenommen.

Die CARLS STIFTUNG ist eine gemeinnützige Stiftung seit 1997 mit Sitz in Königstein im Taunus. Die Carls Stiftung fördert vor Ort & bundesweit in den Bereichen Gesundheit, Erziehung und Bildung, Wissenschaft und kulturellen Einrichtungen.
Zu den Förderprojekten hat die Carls Stiftung drei eigene Projekte ins Leben gerufen, die bis heute kontinuierlich durchgeführt und ausgebaut werden:
1. BÄRENSTARK Ferienfreizeiten (seit 2008),
2. Mach MI(N)T (seit 2017) und
3. das Sport- und Familienfest „STARKE KINDER” (seit 2018). 

 

Pressekontakt

AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN

Unternehmenskommunikation

Wilhelm-Epstein-Straße 4, 60431 Frankfurt am Main

Beatrix Salzgeber

Leitung Unternehmenskommunikation

T (069) 95 33 - 29 33, pressefdk@agaplesion.de

 

CARLS STIFTUNG 

Hauptstraße 15, 61462 Königstein 

T (06174) 998 65 99, info@carlsstiftung.de

 

Das Team um Prof. Axel Dignaß (Chefarzt der Medizinischen Klinik I, 4. v.r.) und Claudia Gutmann (Leitung der Psychoonkologie, 3.v.r.) bedanken sich bei Ulrike Soeffing (Vorstandsvorsitzende der CARLS STIFTUNG, 4.v.l.) und Nina Huth (Vorstand der CARLS STIFTUNG, 2.v.l.) für die Unterstützung dieses einzigartigen Projekts.